Der Traum vom eigenen Café, Restaurant oder einer trendigen Bar ist verlockend – aber die Realität erfordert harte Arbeit, betriebswirtschaftliches Know-how und die Bewältigung zahlreicher bürokratischer Hürden. Dieser Leitfaden zeigt dir, worauf es wirklich ankommt.
Als IHK-zertifizierter Gründungsberater unterstützt dich Maximilian Rothenberger von der ersten Idee bis zur Eröffnung – 100% kostenlos mit AVGS.
Wir helfen dir, dein gastronomisches Konzept zu schärfen und deinen USP klar herauszuarbeiten.
Professioneller Businessplan mit realistischer Preiskalkulation für Speisen und Getränke.
Gründungszuschuss, AVGS-Coaching und KfW-Kredit – wir zeigen dir alle Möglichkeiten.
Von der Gewerbeanmeldung bis zur Gaststättenkonzession – wir begleiten dich durch den Behördendschungel.
Ein hervorragendes Essen allein reicht heute nicht mehr aus, um ein Restaurant erfolgreich zu führen. Der Markt ist gesättigt, und die Gäste suchen nach Erlebnissen. Bevor du dich mit Ämtern und Finanzierungen beschäftigst, muss dein gastronomisches Konzept bis ins kleinste Detail stehen.
Dein Konzept definiert, wer du bist und wen du ansprechen möchtest. Überlege dir genau, was dein Alleinstellungsmerkmal (USP) ist. Bietest du authentische regionale Küche, ein rein veganes Menü, eine Fusion-Kitchen oder ein spezielles Erlebnis-Dining an? Dein Konzept muss sich wie ein roter Faden durch alle Bereiche ziehen: von der Speisekarte über das Interior Design und die Musikauswahl bis hin zum Marketing und dem Auftreten deines Personals.
Eng mit dem Konzept verbunden ist die Wahl des richtigen Standorts. Analysiere potenzielle Standorte sehr genau. Prüfe die Laufkundschaft, die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr, die Parkplatzsituation und vor allem die direkte Konkurrenz im Umfeld. Ein vermeintlich günstiges Ladenlokal in einer Nebenstraße kann dich am Ende mehr kosten, wenn du Unsummen in Marketing investieren musst, um überhaupt Gäste anzulocken.
Die Gastronomie ist in Deutschland streng reguliert. Um ein Restaurant oder Café zu eröffnen, musst du zahlreiche behördliche Auflagen erfüllen. Die folgende Tabelle gibt dir einen Überblick über die wichtigsten Genehmigungen.
| Genehmigung |
|---|
| Gewerbeanmeldung Immer, vor Aufnahme der Tätigkeit. |
| Gaststättenkonzession Zwingend erforderlich, sobald du alkoholische Getränke ausschenkst. |
| Gesundheitszeugnis Für dich und alle Mitarbeiter mit Lebensmittelkontakt (Belehrung nach IfSG). |
| Gaststättenunterrichtung Oft Voraussetzung für die Konzession (lebensmittelrechtliche Kenntnisse). |
| Baugenehmigung / Nutzungsänderung Wenn du Räume umbaust oder ein Ladenlokal als Gastronomie nutzen möchtest. |
| GEMA-Anmeldung Sobald du in deinem Lokal Musik abspielst (auch Radio oder Hintergrundmusik). |
Gaststättenkonzession – das Wichtigste
Die Gaststättenkonzession (Schanklizenz) ist die wichtigste Genehmigung, wenn du Alkohol ausschenken möchtest. Du musst deine persönliche Zuverlässigkeit nachweisen (polizeiliches Führungszeugnis, Gewerbezentralregister) sowie die Eignung der Räumlichkeiten belegen.

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Der Businessplan ist das Herzstück deiner Gründung. Er zwingt dich dazu, deine Idee kritisch zu hinterfragen und in konkrete Zahlen zu übersetzen. Ohne einen professionellen Businessplan wirst du weder bei Banken einen Kredit erhalten, noch Vermieter von begehrten Immobilien überzeugen können.
Die Gastronomie ist extrem kapitalintensiv. Du musst nicht nur die Kaution für die Immobilie und eventuelle Ablösesummen für das Inventar des Vorpächters einplanen, sondern auch hohe Kosten für Umbau, Küchenausstattung (Herd, Kühlhäuser, Lüftungsanlagen) und die Einrichtung des Gastraums.
Ein häufiger Fehler von Gründern ist es, die Anlaufphase zu unterschätzen. Es dauert oft Monate, bis ein neues Lokal profitabel läuft. Dein Finanzplan muss daher zwingend einen ausreichenden finanziellen Puffer für die ersten sechs bis zwölf Monate beinhalten.
Ein vollständiger Gastro-Businessplan enthält:
Als Gastronom musst du dich intensiv mit dem Thema Steuern und Buchhaltung auseinandersetzen. Eine Besonderheit in der Gastronomie ist die Umsatzsteuer: Für Speisen, die im Restaurant verzehrt werden (In-Haus), gilt der reguläre Steuersatz von 19 Prozent. Verkaufst du Speisen zum Mitnehmen (Take-away) oder lieferst sie aus, gilt der ermäßigte Steuersatz von 7 Prozent. Getränke werden immer mit 19 Prozent besteuert.
Seit Einführung der Kassensicherungsverordnung (KassenSichV) bist du verpflichtet, ein elektronisches Kassensystem mit einer zertifizierten technischen Sicherheitseinrichtung (TSE) zu nutzen. Zudem gilt die Belegausgabepflicht – du musst jedem Gast unaufgefordert einen Kassenbon anbieten.
Für alle Speisen und Getränke, die im Lokal verzehrt werden.
Für Speisen zum Mitnehmen oder zur Lieferung (außer Getränke).
Zertifizierte technische Sicherheitseinrichtung im Kassensystem Pflicht.
Jedem Gast muss unaufgefordert ein Kassenbon angeboten werden.
Die hohen Investitionskosten schrecken viele angehende Gastronomen ab. Doch wenn du aus der Arbeitslosigkeit heraus gründest oder von Arbeitslosigkeit bedroht bist, bietet dir der Staat wertvolle Unterstützung.
Mit einem Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein (AVGS) der Agentur für Arbeit kannst du ein professionelles und für dich kostenloses AVGS Gründercoaching in Anspruch nehmen. Gerade in der Gastronomie ist dieses Coaching Gold wert: Ein erfahrener Berater hilft dir dabei, dein Konzept zu schärfen, die komplexe Preiskalkulation für Speisen und Getränke durchzuführen und einen bankfertigen Businessplan zu erstellen.
Darüber hinaus kannst du als Empfänger von Arbeitslosengeld I den Gründungszuschuss beantragen. Du erhältst für sechs Monate dein bisheriges ALG I plus 300 Euro zur sozialen Absicherung.
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Von der ersten Idee bis zur Eröffnung: So machst du dich in der Gastronomie selbstständig.
Was macht dein Lokal einzigartig? Regionale Küche, veganes Menü, Fusion-Kitchen oder Erlebnis-Dining? Dein USP muss sich wie ein roter Faden durch Speisekarte, Interior und Marketing ziehen.
Prüfe Laufkundschaft, ÖPNV-Anbindung, Parkplatzsituation und direkte Konkurrenz. Ein günstiges Ladenlokal in einer Nebenstraße kann dich am Ende mehr kosten, wenn du Unsummen in Marketing investieren musst.
Marktanalyse, Marketingstrategie, Personalkonzept und – am wichtigsten – ein realistischer Finanzplan mit ausreichend Puffer für die ersten 6–12 Monate.
Gewerbeanmeldung, Gaststättenkonzession, Gesundheitszeugnis, IHK-Unterrichtung und ggf. Baugenehmigung – plane ausreichend Zeit für die Behördengänge ein.
Eigenkapital, KfW-Gründerkredit, Bankdarlehen und staatliche Fördermittel wie Gründungszuschuss und AVGS-Coaching kombinieren.
TSE-zertifiziertes Kassensystem (KassenSichV), korrekte Umsatzsteuer-Hinterlegung (19 % In-Haus, 7 % Take-away) und Belegausgabepflicht beachten.
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Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle Rechts‑, Steuer‑ oder Finanzberatung. FoundingFits bietet keine Rechtsberatung oder Steuerberatung an. Für verbindliche Auskünfte wende dich bitte an einen Steuerberater, Rechtsanwalt oder eine andere fachkundige Stelle. Alle Angaben ohne Gewähr.