Nachhilfeinstitut gründen

Du willst ein Nachhilfeinstitut gründen – aber weißt nicht, ob du Freiberufler oder Gewerbetreibender bist, brauchst du eine Genehmigung vom Schulamt, und was passiert steuerlich wenn du Lehrer anstellst?

Ein professionelles Gründungs-Setup nimmt dir genau diese Unsicherheit. Wir bringen deine Idee in einen klaren Businessplan, bauen einen verständlichen Finanzplan auf und klären die rechtlichen Fallstricke. Mit dem AVGS ist diese intensive 1:1-Begleitung für dich oft zu 100 % kostenlos.

  • Kein Schulamt, keine Sondergenehmigung
  • Gewerbe oder Freiberufler – wir klären das gemeinsam
  • Businessplan und Finanzplan für Banken und Förderer
  • AVGS-Coaching zu 100 % kostenlos nutzbar
Marktübersicht

Markt & Nischen: Warum jetzt ein guter Zeitpunkt ist

Der Nachhilfemarkt in Deutschland wächst kontinuierlich. Eltern investieren zunehmend in die Bildung ihrer Kinder, und die Digitalisierung hat neue Geschäftsmodelle ermöglicht. Wer heute ein Nachhilfeinstitut gründet, sollte sich spezialisieren, um gegen die großen Franchise-Ketten zu bestehen.

Klassische Schulfächer

Mathe, Deutsch, Englisch – hohe Nachfrage, starker Wettbewerb. Lokale Präsenz entscheidend.

Sprachen (DaF/DaZ)

Sehr hohe Nachfrage, oft über BAMF-Kurse gefördert. Skalierbar und bundesweit möglich.

Online-Nachhilfe

Geringe Fixkosten, bundesweite Reichweite. Hoher Marketingaufwand, aber skalierbar.

Lerntherapie (LRS/Dyskalkulie)

Spezialwissen nötig, hohe Zahlungsbereitschaft. Oft Jugendamt-finanziert.

Franchise

Bewährtes Konzept (z.B. Studienkreis), aber laufende Gebühren und eingeschränkte Freiheit.

Steuerrecht

Gewerbe oder Freiberufler? Die steuerrechtliche Zwickmühle

Die häufigste und wichtigste Frage bei der Gründung eines Nachhilfeinstituts: Bist du Freiberufler oder Gewerbetreibender? Die Antwort ist kompliziert, da Steuerrecht und Gewerberecht hier oft unterschiedlicher Meinung sind.

§ 18 EStG – Unterrichtende Tätigkeit als freier Beruf

Nach dem Einkommensteuergesetz (§ 18 Abs. 1 Nr. 1 EStG) ist die unterrichtende Tätigkeit grundsätzlich als Freier Beruf einzustufen. Das bedeutet: keine Gewerbesteuer, keine IHK-Pflichtmitgliedschaft, einfache Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR).

Das Gewerberecht sieht das anders

Das Gewerbeamt argumentiert oft: Eine Dienstleistung höherer Art liegt nur vor, wenn ein Hochschulstudium zwingend erforderlich ist. Da Nachhilfe auch von Studenten gegeben werden kann, stufen viele Gewerbeämter Nachhilfeinstitute als gewerblich ein.

Die Abfärbetheorie – wenn du Lehrer anstellst

Sobald du andere Lehrer anstellst und nicht mehr jeden Schüler selbst unterrichtest, wirst du steuerlich zwingend zum Gewerbebetrieb. Dies nennt man die Abfärbetheorie: Die gewerbliche Tätigkeit (Organisation) färbt auf die gesamte Tätigkeit ab.

Empfehlung: Beantrage vor der Gründung eine verbindliche Auskunft beim Finanzamt, um Rechtssicherheit zu haben. Wenn du planst, schnell zu wachsen und Lehrer anzustellen, melde von Beginn an ein Gewerbe an. Im AVGS Gründercoaching klären wir diese Frage gemeinsam, bevor du den ersten Schritt machst.

Rechtliches

Brauche ich eine Genehmigung?

Nachhilfeinstitut ist keine Privatschule

Das Privatschulrecht (Art. 7 GG) greift nur bei Ersatzschulen oder Ergänzungsschulen, die staatliche Schulabschlüsse ersetzen. Ein Nachhilfeinstitut ist eine rein private, ergänzende Dienstleistung. Du brauchst keine Genehmigung vom Schulamt oder Kultusministerium.

Gewerbeanmeldung (§ 14 GewO)

Wenn du gewerblich tätig bist, reicht eine einfache Gewerbeanmeldung beim örtlichen Gewerbeamt. Besondere Qualifikationsnachweise sind gesetzlich nicht vorgeschrieben, aber für das Vertrauen der Eltern natürlich wichtig.

Besonderheit: Online-Nachhilfeinstitut

Bei rein online durchgeführtem Live-Unterricht (z.B. via Zoom) greift das Fernunterrichtsschutzgesetz (FernUSG) in der Regel nicht. Ein rechtssicheres Impressum und eine DSGVO-konforme Datenschutzerklärung sind jedoch Pflicht.

Rechtsform

Rechtsform wählen

RechtsformEignungHaftungStartkapital
EinzelunternehmenSolo-Gründer, StartphasePrivat (unbeschränkt)0 Euro
GbRGründer im Team (2+ Lehrer)Privat (gesamtschuldnerisch)0 Euro
UG (haftungsbeschränkt)Risiko-MinimierungBeschränkt auf Firmenkapitalab 1 Euro (empf. 1.000 Euro)
GmbHGrößere Institute, FranchiseBeschränkt auf Firmenkapital25.000 Euro
Schritt für Schritt

5-Schritte-Plan zur Gründung

1

Nische und Zielgruppe definieren

Mathe für Abiturienten, Online-DaZ oder Lerntherapie? Je klarer deine Positionierung, desto einfacher das Marketing.

2

Rechtsform und Steuerrecht klären

Freiberufler oder Gewerbe? Verbindliche Auskunft beim Finanzamt einholen, bevor du anmeldest.

3

Businessplan und Finanzplan erstellen

Ohne soliden Businessplan kein Kredit, keine Förderung, keine Klarheit. Hier hilft das AVGS-Coaching.

4

Gewerbe anmelden oder Finanzamt informieren

Gewerbeanmeldung beim örtlichen Gewerbeamt (ca. 30 Euro) oder steuerliche Erfassung als Freiberufler.

5

Marketing und erste Schüler gewinnen

Google My Business, lokale Flyer, Schulpartnerschaften und eine professionelle Website sind die wichtigsten Kanäle.

Kostenübersicht

Kosten der Gründung

KostenpunktEinzelunternehmenGmbH (mit Räumen)
Gründungskosten (Notar, Amt)ca. 30 – 50 Euroca. 800 – 1.200 Euro
Stammkapital0 Euro12.500 Euro (Mindest)
Ausstattung (Möbel, IT)ca. 500 – 2.000 Euroca. 5.000 – 15.000 Euro
Marketing (Website, Flyer)ca. 500 – 1.500 Euroca. 2.000 – 5.000 Euro
Laufende Kosten / Monatca. 100 – 500 Euroca. 1.500 – 4.000 Euro
Nachhilfeinstitut gründen Kosten: Einzelunternehmen vs. GmbH im Vergleich
Alternative

Franchise als Alternative

Wenn du nicht bei null anfangen willst, bieten große Ketten wie der Studienkreis oder die Schülerhilfe Franchise-Modelle an. Du nutzt eine bekannte Marke, bekommst fertige Marketingkonzepte und Schulungsmaterialien.

Die Kehrseite: Du zahlst eine Einstiegsgebühr, laufende Umsatzbeteiligungen und bist in deinen unternehmerischen Entscheidungen eingeschränkt. Der Studienkreis empfiehlt beispielsweise ein Eigenkapital von mindestens 5.000 Euro für den Start. Ob Franchise oder eigenständiges Institut besser zu dir passt, klären wir im AVGS Gründercoaching gemeinsam.

Förderung

Gründungsförderung: AVGS & Gründungszuschuss

Die Gründung eines Nachhilfeinstituts erfordert einen soliden Businessplan – besonders wenn du Räume anmieten oder ein Franchise übernehmen willst. Wenn du aktuell arbeitslos gemeldet bist, kannst du über den AVGS (Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein) ein kostenloses Gründercoaching erhalten.

Mit dem fertigen Businessplan kannst du anschließend den Gründungszuschuss der Agentur für Arbeit beantragen, der dir in der kritischen Startphase dein Einkommen sichert. Mehr dazu findest du in unserer Gründungsberatung.

FAQ

Häufig gestellte Fragen

Was brauche ich um ein Nachhilfeinstitut zu gründen?+
Du brauchst keine formelle Genehmigung vom Schulamt. Wichtig sind ein solides Geschäftskonzept, die Klärung der Rechtsform (Gewerbe vs. Freiberufler) und geeignete Räumlichkeiten oder eine Online-Plattform.
Ist Nachhilfe freiberuflich oder gewerblich?+
Das ist eine Einzelfallentscheidung. Unterrichtende Tätigkeit ist laut § 18 EStG grundsätzlich freiberuflich. Sobald du aber andere Lehrer anstellst (Abfärbetheorie) oder das Gewerbeamt die Dienstleistung höherer Art verneint, wirst du gewerblich eingestuft.
Braucht man eine Genehmigung für ein Nachhilfeinstitut?+
Nein, ein Nachhilfeinstitut ist keine Ersatzschule im Sinne des Schulrechts. Eine einfache Gewerbeanmeldung (falls gewerblich eingestuft) und die steuerliche Erfassung beim Finanzamt reichen aus.
Was kostet die Gründung eines Nachhilfeinstituts?+
Als Einzelunternehmer online kannst du mit unter 1.000 Euro starten. Ein lokales Institut mit Räumen und GmbH-Gründung kostet schnell 15.000 bis 30.000 Euro inklusive Stammkapital.
Kann man ein Nachhilfeinstitut als Einzelperson gründen?+
Ja, die meisten Nachhilfeinstitute starten als Einzelunternehmen. Du kannst zunächst alle Schüler selbst unterrichten und später Honorarkräfte oder Angestellte hinzuziehen.
Wie finde ich die besten Anbieter für Software zur Verwaltung eines Nachhilfeinstituts?+
Für die Schülerverwaltung haben sich Tools wie Classtime, Sdui oder spezialisierte Nachhilfe-CRM-Systeme bewährt. Wichtig sind Funktionen wie Terminplanung, Rechnungsstellung und Kommunikation mit Eltern. Bevor du in teure Software investierst, empfiehlt sich ein Gespräch mit einem erfahrenen Gründer – Maximilian Rothenberger berücksichtigt im Coaching auch die operative Seite deines Instituts.
Rechtsform für Nachhilfeinstitut wählen+
Die Wahl der Rechtsform hängt von deiner Wachstumsstrategie ab: Solo-Gründer starten meist als Einzelunternehmen oder Freiberufler, Teams als GbR. Wer schnell wachsen und Lehrer anstellen will, sollte frühzeitig eine UG oder GmbH prüfen. Im AVGS-Coaching klären wir gemeinsam, welche Rechtsform zu deinem Konzept passt.
Was sind die wichtigsten rechtlichen Schritte, um ein Nachhilfeinstitut in Deutschland zu gründen?+
Die wichtigsten Schritte: 1. Rechtsform wählen (Freiberufler oder Gewerbe). 2. Steuerliche Erfassung beim Finanzamt oder Gewerbeanmeldung. 3. DSGVO-konforme Datenschutzerklärung. 4. Impressum. 5. Ggf. Arbeitsverträge für Honorarlehrkräfte. Für einen vollständigen und rechtssicheren Plan empfiehlt sich ein Businessplan-Coaching – Maximilian Rothenberger begleitet dich dabei IHK-zertifiziert.
Fördermittel für Unternehmensgründung Bildung+
Für Gründer im Bildungsbereich gibt es mehrere Fördertöpfe: den AVGS der Agentur für Arbeit für das Gründungscoaching, den Gründungszuschuss für die Startphase sowie regionale Förderprogramme der Länder. Wer arbeitslos oder arbeitssuchend ist, kann das Coaching über den AVGS zu 100 Prozent kostenlos nutzen.
Welche Förderprogramme gibt es für Gründer von Nachhilfeinstituten in Deutschland?+
Neben dem AVGS und dem Gründungszuschuss gibt es BAFA-Förderung für Unternehmensberatung, KfW-Startgeld für Investitionen und regionale Wirtschaftsförderungen. Welche Programme für dich in Frage kommen, hängt von deiner Situation ab – im Erstgespräch mit Maximilian Rothenberger werden alle relevanten Optionen geprüft.
Kosten für Eröffnung eines Nachhilfezentrums+
Die Kosten variieren stark: Online-Einzelunternehmen ab ca. 500 bis 1.500 Euro, lokales Institut mit Räumen und GmbH ab ca. 15.000 bis 30.000 Euro. Die größten Kostentreiber sind Stammkapital, Mietkaution und Ausstattung. Mit einem soliden Finanzplan – den du im AVGS-Coaching kostenlos erstellst – behältst du den Überblick.
Wie kann ich qualifizierte Nachhilfelehrer über spezialisierte Jobportale finden?+
Nachhilfelehrer findest du über Plattformen wie Nachhilfe.de, Superprof, Indeed oder direkt über Aushänge an Universitäten. Wichtig: Klar regeln, ob du Honorarkräfte oder Angestellte einsetzen willst – das hat steuerliche und sozialversicherungsrechtliche Konsequenzen, die im Businessplan berücksichtigt werden müssen.
Software zur Schülerverwaltung Nachhilfe+
Für kleine Institute reicht oft ein einfaches Buchungstool wie Calendly kombiniert mit einer Rechnungssoftware. Wächst du, lohnen sich spezialisierte Lösungen wie Sdui oder Classter. Im Gründercoaching bei Maximilian Rothenberger wird auch die digitale Infrastruktur deines Instituts geplant – damit du von Anfang an skalierbar aufgestellt bist.

Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle Rechts‑, Steuer‑ oder Finanzberatung. FoundingFits bietet keine Rechtsberatung oder Steuerberatung an. Für verbindliche Auskünfte wende dich bitte an einen Steuerberater, Rechtsanwalt oder eine andere fachkundige Stelle. Alle Angaben ohne Gewähr.

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AVGS-geförderte Coachings werden in Kooperation mit dem AZAV-zertifizierten Bildungsträger Erfolgspfad durchgeführt. FoundingFits ist selbst kein zugelassener Maßnahmenträger nach AZAV.