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Onlineshop gründen: Anleitung, Kosten & Fördermittel
Der E-Commerce boomt. Erfahre, wie du Schritt für Schritt deinen eigenen Onlineshop aufbaust, welche Rechtsform passt, was es kostet – und wie du mit staatlichen Fördermitteln den Start erleichterst.

In 6 Schritten zum eigenen Onlineshop
Wenn du diese Phasen systematisch abarbeitest, legst du ein solides Fundament für dein E-Commerce-Business.
Geschäftsidee & Nische finden
Suche dir eine profitable Nische statt in hart umkämpften Märkten zu starten. Entscheide auch, ob du ein eigenes Lager aufbaust oder das Dropshipping-Modell nutzt.
Businessplan erstellen
Ein solider Businessplan zwingt dich, deine Zielgruppe zu definieren, die Konkurrenz zu analysieren und deine Finanzen zu planen – und ist Voraussetzung für Fördermittel.
Rechtsform wählen & Gewerbe anmelden
Ein Onlineshop ist immer eine gewerbliche Tätigkeit. Melde dein Gewerbe an und wähle die passende Rechtsform (Einzelunternehmen, UG oder GmbH).
Das richtige Shopsystem finden
Für Einsteiger eignen sich Shopify oder Wix. Für mehr Flexibilität sind WooCommerce oder Shopware die bessere Wahl.
Rechtliche Absicherung
Du benötigst Impressum, DSGVO-konforme Datenschutzerklärung, AGB und Widerrufsbelehrung. Melde dich zudem beim Verpackungsregister LUCID an.
Marketing & Launch
Nutze SEO für organischen Traffic, schalte gezielte Werbeanzeigen und baue dir eine Community über Social Media auf.
Welche Rechtsform ist die richtige für deinen Onlineshop?
Die Wahl der Rechtsform hat weitreichende Konsequenzen für deine Haftung, deine Steuern und den bürokratischen Aufwand. Für E-Commerce-Gründer kommen meist drei Optionen in Frage.
Viele Gründer starten als Einzelunternehmer, da dies am einfachsten und günstigsten ist. Wenn du jedoch Produkte mit Haftungsrisiko verkaufst (z. B. Elektronik, Kosmetik, Nahrungsergänzungsmittel), solltest du ernsthaft über eine UG oder GmbH nachdenken, um dein Privatvermögen zu schützen.


Was kostet es, einen Onlineshop zu eröffnen?
Die Kosten variieren extrem – je nachdem, ob du alles selbst machst oder eine Agentur beauftragst. Grundsätzlich musst du zwischen einmaligen Gründungskosten und laufenden Betriebskosten unterscheiden.
Einmalige Gründungskosten
- Gewerbeanmeldung: ca. 20–50 €
- Notarkosten bei UG/GmbH: ca. 300–800 €
- Shop-Erstellung durch Agentur: 2.000–10.000 €
- Rechtssichere Texte (AGB, Datenschutz): einmalig oder Abo
Laufende Betriebskosten (monatlich)
- Shopsystem / Webhosting: ca. 30–100 €
- Transaktionsgebühren (PayPal, Kreditkarte)
- Verpackungsmaterial & Versand
- Marketing-Budget (Google Ads, Social Media Ads)
AVGS und Gründungszuschuss für E-Commerce-Gründer
Die Startphase eines Onlineshops erfordert oft finanzielle Investitionen, bevor die ersten Umsätze fließen. Glücklicherweise gibt es staatliche Fördermittel, die dir den Einstieg erleichtern.
AVGS – Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein
Wenn du aus der Arbeitslosigkeit (ALG I oder Bürgergeld) gründest, kannst du bei der Agentur für Arbeit einen AVGS beantragen. Mit diesem Gutschein erhältst du ein professionelles AVGS Gründercoaching völlig kostenlos. Gemeinsam erarbeitest du deine E-Commerce-Strategie, wählst das passende Shopsystem und erstellst einen tragfähigen Businessplan.
Gründungszuschuss
Wenn du Anspruch auf ALG I hast, kannst du den Gründungszuschuss beantragen. Er sichert dir in den ersten sechs Monaten dein bisheriges Arbeitslosengeld plus 300 € extra zur sozialen Absicherung – der finanzielle Freiraum, um deinen Onlineshop in Ruhe aufzubauen.

Häufige Fragen zur Onlineshop-Gründung
Brauche ich für einen Onlineshop ein Gewerbe?
Ja, zwingend. Der Betrieb eines Onlineshops ist eine klassische Handelstätigkeit und somit immer ein Gewerbe. Du musst dein Unternehmen beim örtlichen Gewerbeamt anmelden, bevor du mit dem Verkauf startest. Eine Einstufung als Freiberufler ist im E-Commerce nicht möglich.
Welches Shopsystem ist das beste für Anfänger?
Für Einsteiger ohne Programmierkenntnisse sind Baukasten-Systeme wie Shopify oder Wix oft die beste Wahl. Sie sind intuitiv bedienbar, bieten viele Design-Vorlagen und kümmern sich um das Hosting. Wenn du bereits eine WordPress-Website hast, ist das Plugin WooCommerce eine sehr beliebte und flexible Alternative.
Was ist Dropshipping und lohnt es sich?
Beim Dropshipping kaufst du die Ware nicht vorab ein und hast kein eigenes Lager. Wenn ein Kunde bestellt, leitest du die Bestellung an einen Großhändler weiter, der das Produkt direkt an den Kunden verschickt. Das senkt dein finanzielles Risiko enorm, allerdings sind die Gewinnmargen geringer und du hast weniger Kontrolle über Lieferzeiten und Produktqualität.
Wie sichere ich meinen Onlineshop rechtlich ab?
Um Abmahnungen zu vermeiden, benötigst du ein vollständiges Impressum, eine DSGVO-konforme Datenschutzerklärung, Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) und eine korrekte Widerrufsbelehrung. Es empfiehlt sich, auf spezialisierte Anbieter wie Händlerbund oder IT-Recht Kanzlei zurückzugreifen, die rechtssichere Vorlagen im Abo-Modell anbieten.
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Wir begleiten dich bei der Erstellung deines Businessplans, beraten dich bei der Rechtsform und bereiten dich optimal auf den Gründungszuschuss vor – kostenlos mit AVGS.
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