GmbH oder Einzelunternehmen:Haftung, Steuern & Kosten im Vergleich

Du willst die Rechtsform wählen, die heute passt und morgen mitwächst. Mit klarem Vergleich und Beispielrechnung entscheidest du ohne Bauchschmerzen.

  • Keine 25.000 Euro? Die UG bietet denselben Haftungsschutz schon mit wenig Stammkapital.
  • Angst vor der falschen Wahl? Viele starten als Einzelunternehmen und wechseln später in die GmbH.
  • Steuern wirken undurchschaubar? Eine Frage entscheidet viel: Wie viel Gewinn willst du privat entnehmen?
Kostenlosen Gründungscheck buchen

Kostenlos · unverbindlich · 10 Minuten

Berater mit Brille erklärt an einem Whiteboard die Rechtsformen GmbH, UG, GbR und Einzelunternehmen, ein Gründer schreibt mit

Kurz gesagt

GmbH oder Einzelunternehmen hängt vor allem von Haftungsrisiko, Gewinn und Entnahmen ab. Das Einzelunternehmen ist günstig, schnell gegründet und einfach in der Buchführung, du haftest aber mit deinem Privatvermögen. Die GmbH begrenzt die Haftung, braucht 25.000 Euro Stammkapital, Notar, Bilanz und meist Steuerberatung. Steuerlich lohnt sie sich vor allem, wenn ein großer Teil des Gewinns im Unternehmen bleibt.

Haftung

Einzelunternehmen: privat und unbeschränkt. GmbH: grundsätzlich nur das Gesellschaftsvermögen.

Kosten

Einzelunternehmen ab der Gewerbeanmeldung. GmbH mit Notar, Register und laufender Steuerberatung.

Buchführung

Einzelunternehmen meist Einnahmenüberschussrechnung. GmbH immer Bilanz und Offenlegung.

Steuern

Einkommensteuer bis 45 Prozent gegen rund 30 Prozent in der GmbH plus Steuer bei Ausschüttung.

Überblick

Was ist der Unterschied zwischen GmbH und Einzelunternehmen?

Im Einzelunternehmen bist du das Unternehmen: Du haftest persönlich, der Gewinn ist dein Einkommen und du gründest ohne Notar. Die GmbH ist eine eigene juristische Person mit Stammkapital, eigener Haftung und eigener Steuer. Du bist dort Gesellschafter und meist Geschäftsführer. Dafür trägst du mehr Formalien, Kosten und Pflichten.

KriteriumEinzelunternehmenGmbH
Gründereine Personeine oder mehrere Personen
Mindestkapitalkeins25.000 €, bei Anmeldung mindestens 12.500 € eingezahlt
GründungGewerbeanmeldung oder Anmeldung beim FinanzamtNotar, Handelsregister, Gewerbeanmeldung
Haftungunbeschränkt mit dem Privatvermögengrundsätzlich nur das Gesellschaftsvermögen
Buchführungmeist Einnahmenüberschussrechnungdoppelte Buchführung, Bilanz, Offenlegung
Steuer auf den GewinnEinkommensteuer, bei Gewerbe Gewerbesteuer mit FreibetragKörperschaftsteuer, Soli, Gewerbesteuer ohne Freibetrag
Dein GeldEntnahmen jederzeitGehalt als Geschäftsführer oder Ausschüttung

Stand Oktober 2026. Wie du allein ohne Notar startest, zeigt Einzelunternehmen gründen.

Haftung

Wie haftest du in der GmbH und im Einzelunternehmen?

Im Einzelunternehmen haftest du für alle Schulden des Betriebs mit deinem gesamten Privatvermögen. In der GmbH haftet grundsätzlich nur das Gesellschaftsvermögen. Ganz frei bist du aber nicht: Banken verlangen oft eine persönliche Bürgschaft, und als Geschäftsführer haftest du, wenn du Pflichten verletzt, etwa bei Steuern, Sozialabgaben oder einem verspäteten Insolvenzantrag.

Wo die GmbH schützt

  • Forderungen von Lieferanten und Kunden
  • Schadenersatz aus Verträgen der GmbH
  • Mietverträge und Leasing der Gesellschaft

Wo du trotzdem persönlich haftest

  • persönliche Bürgschaften, etwa für Bankkredite
  • nicht abgeführte Steuern und Arbeitnehmeranteile zur Sozialversicherung
  • Zahlungen nach Eintritt der Insolvenzreife, verspäteter Insolvenzantrag
  • Geschäfte vor der Eintragung ins Handelsregister

Viele Haftungsrisiken lassen sich in beiden Rechtsformen mit einer Betriebs- oder Berufshaftpflicht abfedern. Die Geschäftsführerpflichten im Detail stehen unter GmbH gründen.

Kosten

Was kostet eine GmbH im Vergleich zum Einzelunternehmen?

Ein Einzelunternehmen kostet bei der Gründung meist nur die Gewerbeanmeldung, grob 15 bis 65 Euro. Für die GmbH kommen Notar und Handelsregister dazu, grob 400 bis 1.300 Euro je nach Satzung. Der größere Unterschied liegt bei den laufenden Kosten: Bilanz, Jahresabschluss und Erklärungen der GmbH kosten in der Regel einige tausend Euro Steuerberatung im Jahr.

KostenEinzelunternehmenGmbH
GründungGewerbeanmeldung grob 15 – 65 €, Freiberufler kostenlosNotar und Register grob 400 – 1.300 €, Gewerbeanmeldung
Kapitalkein Mindestkapital25.000 € Stammkapital, mindestens 12.500 € bei Anmeldung
Buchhaltung und Abschlussoft selbst mit Software machbarBilanz und Jahresabschluss, meist mit Steuerberatung
Laufende Beratungje nach Bedarfgrob einige tausend Euro im Jahr, je nach Umfang
SonstigesIHK- oder Kammerbeitrag bei GewerbeIHK-Beitrag, Offenlegung, Transparenzregister, Lohnabrechnung für dein Gehalt

Richtwerte, Stand Oktober 2026. Handelsregister-Ersteintragung seit 01.06.2025 rund 225 €. Die Beratungskosten hängen stark von Umsatz und Belegmenge ab.

Die Stammeinlage ist kein verlorenes Geld. Sie gehört der GmbH und darf für das Geschäft eingesetzt werden.

Gründer im dunklen Sakko unterschreibt am Schreibtisch ein Dokument, im Vordergrund zwei Stempel und ein Gegenüber
Buchführung

Welche Buchführung brauchen GmbH und Einzelunternehmen?

Als Einzelunternehmer reicht dir meist die Einnahmenüberschussrechnung. Erst mit mehr als 800.000 Euro Umsatz oder 80.000 Euro Gewinn kann das Finanzamt dich zur Bilanz verpflichten, Freiberufler bleiben immer bei der einfachen Rechnung. Die GmbH muss von Anfang an doppelt buchen, jährlich eine Bilanz aufstellen und ihren Jahresabschluss beim Unternehmensregister offenlegen.

PflichtEinzelunternehmenGmbH
GewinnermittlungEinnahmenüberschussrechnung bis zu den Grenzen nach § 141 AOBilanz nach Handelsrecht
Jahresabschlussnein, außer bei Buchführungspflichtja, jedes Jahr
Offenlegungneinja, kleinste GmbHs dürfen hinterlegen statt veröffentlichen
SteuererklärungenEinkommensteuer, Umsatzsteuer, bei Gewerbe GewerbesteuerKörperschaftsteuer, Gewerbesteuer, Umsatzsteuer, Lohnsteuer für Gehälter

Grundlage: § 141 AO, § 241a HGB, §§ 242, 325, 326 HGB. Stand Oktober 2026.

Achtung

Wird der Jahresabschluss der GmbH nicht rechtzeitig offengelegt, setzt das Bundesamt für Justiz ein Ordnungsgeldverfahren in Gang. Plane den Abschluss deshalb fest mit deiner Steuerberatung ein.
Steuern

Wie werden GmbH und Einzelunternehmen besteuert?

Im Einzelunternehmen zahlst du Einkommensteuer auf den ganzen Gewinn, je nach Höhe bis 45 Prozent, bei einem Gewerbe zusätzlich Gewerbesteuer mit Anrechnung. Die GmbH zahlt 15 Prozent Körperschaftsteuer plus Soli und Gewerbesteuer, zusammen grob 30 Prozent. Dein Geschäftsführergehalt versteuerst du als Lohn, Ausschüttungen in der Regel mit 25 Prozent Abgeltungsteuer plus Soli.

Einzelunternehmen

Einkommensteuer nach Tarif, 2026 bis 12.348 Euro steuerfrei, dann 14 bis 45 Prozent. Gewerbesteuer erst über 24.500 Euro Gewerbeertrag, sie wird bis zum 4-fachen Messbetrag auf die Einkommensteuer angerechnet.

GmbH

Körperschaftsteuer 15 Prozent plus 5,5 Prozent Soli darauf, dazu Gewerbesteuer ohne Freibetrag. Bei einem Hebesatz von 400 Prozent sind das zusammen 29,825 Prozent.

Du als Gesellschafter

Gehalt: Lohnsteuer, für die GmbH eine Betriebsausgabe. Ausschüttung: Abgeltungsteuer 25 Prozent plus Soli. Hältst du mindestens 25 Prozent oder arbeitest du mit mindestens 1 Prozent Beteiligung für die GmbH, kannst du das Teileinkünfteverfahren beantragen: Dann werden 60 Prozent nach deinem Tarif besteuert.

Ab 2028 sinkt die Körperschaftsteuer schrittweise um einen Prozentpunkt pro Jahr bis auf 10 Prozent im Jahr 2032. Einen Überblick über alle Rechtsformen gibt Steuern nach Rechtsform.

Rechenbeispiel

Ab wann lohnt sich eine GmbH statt Einzelunternehmen?

Eine feste Gewinngrenze gibt es nicht. Steuerlich lohnt sich die GmbH vor allem, wenn du einen großen Teil des Gewinns im Unternehmen lässt, etwa für Investitionen. Brauchst du fast alles privat, ist der Vorteil oft weg, weil Ausschüttungen noch einmal besteuert werden und die GmbH mehr Beratung kostet. Das vereinfachte Beispiel zeigt die Mechanik.

Variante bei 100.000 € GewinnSteuern gesamtPrivat verfügbarBleibt in der Firma
Einzelunternehmen30.864 €69.136 €–
GmbH, Gewinn bleibt komplett in der GmbH29.825 €0 €70.175 €
GmbH, Gewinn wird komplett ausgeschüttet48.334 €51.666 €–
GmbH, 60.000 € Gehalt, Rest bleibt in der GmbH25.691 €46.239 €28.070 €

Vereinfachtes Rechenbeispiel, Stand Oktober 2026, eigene Berechnung: ledig, ohne Kirchensteuer, Hebesatz 400 %, Tarif 2026, zu versteuerndes Einkommen gleich Gewinn bzw. Gehalt minus Arbeitnehmer-Pauschbetrag, ohne Vorsorgeaufwendungen, Sparer-Pauschbetrag, Beratungskosten und Sozialversicherung. Ausschüttung mit 26,375 % Abgeltungsteuer und Soli.

  • Einzelunternehmen: Gewerbesteuer 10.570 € wird voll auf die Einkommensteuer von 30.864 € angerechnet. Unterm Strich bleibt die Belastung bei 30.864 €.
  • GmbH: 15.000 € Körperschaftsteuer, 825 € Soli und 14.000 € Gewerbesteuer ergeben 29.825 €.
  • Schüttet die GmbH die restlichen 70.175 € aus, kommen 18.509 € Abgeltungsteuer und Soli dazu.
  • Mit Gehalt sinkt die Steuer im Jahr, aber 28.070 € stehen dir privat erst nach einer späteren, wieder steuerpflichtigen Ausschüttung zur Verfügung.
  • Mit deinem eigenen Gewinn, Hebesatz und Gehalt spielst du die Varianten im Rechner GmbH oder Einzelunternehmen durch.

Achtung

Das Beispiel ersetzt keine Steuerberatung. Deine echte Rechnung hängt von Familienstand, Hebesatz, Versicherungen, anderen Einkünften und den Kosten der GmbH ab. Lass sie vor der Entscheidung mit deinen eigenen Zahlen durchrechnen.
Unternehmer mit Brille prüft am Schreibtisch Unterlagen mit Diagrammen, daneben ein aufgeklappter Laptop
Zwischenweg

Ist die UG ein Zwischenweg zwischen Einzelunternehmen und GmbH?

Ja, für viele Gründer. Die UG (haftungsbeschränkt) ist rechtlich eine GmbH mit geringerem Stammkapital, schon ab einem Euro. Haftung, Steuern und Buchführung sind wie bei der GmbH. Dafür muss sie ein Viertel ihres Jahresüberschusses in eine Rücklage stellen, bis das Kapital auf mindestens 25.000 Euro erhöht ist und sie zur GmbH wird.

EinzelunternehmenUGGmbH
Stammkapitalkeinsab 1 €, sinnvoll mehr25.000 €
HaftungprivatGesellschaftsvermögenGesellschaftsvermögen
Gewinnverwendungfrei25 % des Jahresüberschusses in die Rücklagefrei nach Gesellschaftsvertrag
SteuernEinkommensteuerwie GmbHKörperschaft- und Gewerbesteuer

Grundlage: § 5a GmbHG. Stand Oktober 2026.

Wie du eine UG mit Musterprotokoll gründest und später zur GmbH machst, steht unter UG gründen.

Gründerin im Blazer hält nachdenklich eine Ein-Euro-Münze in der Hand, vor ihr liegen ein Dokument und ein Stift
Entscheidung

Welche Faustregeln helfen bei der Wahl zwischen GmbH und Einzelunternehmen?

Drei Fragen tragen die Entscheidung: Wie groß ist dein Haftungsrisiko, wie viel Gewinn erwartest du und wie viel davon brauchst du privat? Niedriges Risiko und Gewinne, von denen du lebst, sprechen für das Einzelunternehmen. Hohe Risiken, Partner oder Gewinne, die du im Unternehmen lassen willst, sprechen eher für GmbH oder UG.

Eher Einzelunternehmen

Du startest allein, mit überschaubarem Risiko, brauchst den Gewinn zum Leben, rechnest anfangs mit Verlusten oder willst Kosten und Aufwand klein halten.

Eher GmbH oder UG

Du haftest für große Aufträge oder Produkte, gründest mit Partnern, willst Investoren aufnehmen oder Gewinne im Unternehmen lassen und reinvestieren.

Weitere Kriterien wie Teamgründung und Kapital ordnet Rechtsform wählen ein. Alle Formen im Überblick zeigt Rechtsformen.

Aus meiner Praxis

Der typische Schreckmoment kommt im zweiten Jahr: Das Finanzamt fordert die Steuer fürs erste Jahr nach und setzt gleichzeitig Vorauszahlungen fest. Wer von Anfang an einen festen Teil vom Gewinn zurücklegt, bleibt entspannt.

– Maximilian Rothenberger, IHK-zertifizierter Gründungsberater

Förderung

Welche Förderung kommt für deine Gründung infrage?

Welche Förderung passt, hängt vor allem davon ab, ob du arbeitsuchend gemeldet bist, Arbeitslosengeld beziehst und was du investieren musst. Über jeden Antrag entscheidet die zuständige Stelle im Einzelfall.

AVGS-Gründungscoaching

Wenn du arbeitsuchend oder arbeitslos gemeldet bist, kann die Agentur für Arbeit oder das Jobcenter einen Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein ausstellen. Mit bewilligtem Gutschein ist das Gründungscoaching für dich kostenfrei.

AVGS-Gründercoaching

Gründungszuschuss

Beziehst du Arbeitslosengeld I und hast bei der Gründung noch mindestens 150 Tage Anspruch, kannst du den Gründungszuschuss beantragen. Er ist eine Ermessensleistung und setzt Businessplan und Tragfähigkeitsbescheinigung voraus.

Gründungszuschuss

Förderkredite

Für Investitionen und Betriebsmittel gibt es zinsgünstige Kredite, etwa den ERP-Gründerkredit der KfW über deine Hausbank. Eine Bank erwartet dafür einen schlüssigen Businessplan mit Finanzplan.

KfW-Gründerkredit

Die Wahl der Rechtsform gehört in den Businessplan und lässt sich gut in einem geförderten Coaching durchdenken. Welche Wege es dafür gibt, zeigt Gründercoaching. Die steuerliche Vergleichsrechnung mit deinen Zahlen macht anschließend deine Steuerberatung.

So begleite ich dich

Wie läuft das Gründungscoaching mit mir ab?

  1. 1

    Kostenloser Gründungscheck

    In 10 Minuten klären wir, wo du stehst und welcher nächste Schritt für dich sinnvoll ist.

  2. 2

    Förderung klären

    Ich sage dir, ob ein AVGS infrage kommt und wie du ihn bei Agentur für Arbeit oder Jobcenter ansprichst.

  3. 3

    Gemeinsam ausarbeiten

    Geschäftsmodell, Businessplan und Finanzplan, online oder vor Ort, in deinem Tempo.

  4. 4

    Sicher starten

    Du hast vollständige Unterlagen für Bank und Agentur für Arbeit und einen klaren Plan für die ersten Monate.

Kostenlosen Gründungscheck buchen

Kostenlos · unverbindlich · 10 Minuten

FAQ

Häufige Fragen: GmbH oder Einzelunternehmen

Kann ich mit einem Einzelunternehmen starten und später eine GmbH gründen?

Ja, das ist ein häufiger Weg. Du gründest die GmbH und bringst deinen Betrieb als Sacheinlage ein, als eingetragener Kaufmann ist auch eine Ausgliederung nach dem Umwandlungsgesetz möglich. Beides läuft über den Notar und hat steuerliche Folgen, die du vorher mit deiner Steuerberatung planst.

Kann ich Verluste der GmbH mit meinem Gehalt oder anderen Einkünften verrechnen?

Nein. Verluste der GmbH bleiben in der GmbH und können nur mit ihren späteren Gewinnen verrechnet werden. Im Einzelunternehmen verrechnest du Anlaufverluste dagegen mit anderen Einkünften im selben Jahr, etwa aus einer Anstellung. Für Gründer mit Verlusten im ersten Jahr ist das ein spürbarer Unterschied.

Wirkt eine GmbH auf Kunden seriöser?

In manchen Branchen ja, vor allem bei größeren Geschäftskunden und Ausschreibungen. Viele Privatkunden achten dagegen kaum auf die Rechtsform. Entscheidend sind am Ende Angebot, Auftreten und Verlässlichkeit, nicht der Zusatz hinter dem Namen.

Wie bin ich als Geschäftsführer meiner GmbH sozialversichert?

Hältst du mindestens die Hälfte der Anteile oder hast du eine umfassende Sperrminorität, bist du in der Regel nicht sozialversicherungspflichtig und sicherst dich selbst ab, wie ein Einzelunternehmer. Mit weniger Einfluss kannst du als Angestellter gelten. Klarheit gibt ein Statusfeststellungsverfahren bei der Deutschen Rentenversicherung.

Brauche ich für die GmbH zwingend eine Steuerberatung?

Gesetzlich nicht, praktisch fast immer. Bilanz, Jahresabschluss, Körperschaftsteuer-, Gewerbesteuer- und Umsatzsteuererklärungen sowie die Lohnabrechnung für dein Gehalt sind ohne Fachwissen kaum fehlerfrei zu schaffen. Plane die Kosten deshalb von Anfang an in deinen Finanzplan ein.

Spielt die Wahl beim Gründungszuschuss eine Rolle?

Ja. Als Einzelunternehmer bist du klar selbstständig. Als Geschäftsführer deiner GmbH prüft die Agentur für Arbeit, ob du maßgeblichen Einfluss hast und damit als selbstständig giltst. Kläre das vor dem Antrag mit deiner Agentur.

Ändert sich die Rechnung in den nächsten Jahren?

Ja, zugunsten der GmbH. Die Körperschaftsteuer sinkt ab 2028 jedes Jahr um einen Prozentpunkt, bis sie 2032 bei 10 Prozent liegt. Für Einzelunternehmer liegt ein Entwurf zur Einkommensteuer 2027 vor, beschlossen war er im Oktober 2026 noch nicht. Rechne deine Entscheidung deshalb nicht nur für das erste Jahr.

Maximilian Rothenberger

Über den Autor

Maximilian Rothenberger

IHK-zertifizierter Gründungsberater · B.Sc. Wirtschaftspsychologie

Hauptberuflich selbstständig bin ich seit 2019, in der Gründungsberatung seit 2021. Ich kenne Gründung mit ihren Höhen und Rückschlägen aus eigener Erfahrung, und genau das fließt in jede Beratung ein.

Inhalt geprüft am 2.10.2026

Du willst die Rechtsform mit deinen Zahlen entscheiden?

In 10 Minuten klären wir, wo du stehst und was bei Businessplan, Finanzierung und Förderung als Nächstes sinnvoll ist. Danach weißt du, ob und wie ich dich begleiten kann.

Kostenlosen Gründungscheck buchen

Kostenlos · unverbindlich · 10 Minuten

Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle Rechts‑, Steuer‑ oder Finanzberatung. FoundingFits bietet keine Rechtsberatung oder Steuerberatung an. Für verbindliche Auskünfte wende dich bitte an eine Steuerberatung, eine Anwaltskanzlei oder eine andere zuständige Beratungsstelle. Alle Angaben ohne Gewähr.